ZENTRALAUSSCHUSS FÜR ALLGEMEINBILDENDE PFLICHTSCHULEN IN KÄRNTEN

Kritik am PCR_Testregime an den Schulen seitens des ZA fur APS und der GÖD/LL 10 Kärnten vom 13.01.2022

GÖD Briefkopf
 
  BriefkopfV2 1kl

13. Jänner 2022

 

Sehr geehrte Verantwortungsträger aus Politik und Verwaltung!

Seit Monaten sorgen die Pädagoginnen und Pädagogen in den österreichischen Bildungseinrichtungen dafür, dass die Beschulung und auch die Beaufsichtigung der Kinder und  Jugendlichen gesichert und damit ein geregelter Ablauf aller Lebensbereiche möglich ist.

Bis vor wenigen Monaten war man noch der Meinung, dass die Ansteckungsgefahr bei jungen Menschen keine große ist. Inzwischen hat sich die epidemiologische Sicht dazu dramatisch verändert! Dennoch bleiben die Schulen geöffnet, was seitens der Kollegenschaft und der Interessensvertretung mitgetragen wird, dies trotz kurzfristiger und meist  unter schwierigsten Voraussetzungen umzusetzender Organisation! Viele Kolleg*innen, Schulleiter*innen und Lehrer*innen arbeiten am Limit, setzen sich persönlich in beengten  Räumen mit hohen Schüler*innenzahlen der Ansteckungsgefahr aus und leisten unter schwierigsten Bedingungen Unterrichts- und Erziehungsarbeit. Zusätzlich binden die  administrativen und organisatorischen Tätigkeiten rund um die Pandemie enorme Zeit- und Kraftressourcen des gesamten Bildungspersonales. Das Mindeste, was seitens der  Kollegenschaft erwartet werden kann ist, dass das angekündigte strenge Testregime, das für alle die Voraussetzung geöffneter Schulen ist, funktioniert

Die fehlerhaften bzw. fehlenden Ergebnisse der PCR-Testungen nach den Weihnachtsferien, in den meisten Bundesländern gibt es kaum positive Testergebnisse, beweisen einmal  mehr, dass die Regierung es nicht schafft, für die Sicherheit der Schüler*innen, Pädagog*innen und damit der ganzen Gesellschaft zu sorgen. Seitens der Personalvertretung und  der Gewerkschaft der Kärntner Pflichtschullehrer*innen können wir nicht verstehen und auch nicht akzeptieren, dass man offensichtlich nicht in der Lage ist, eine verlässliche und  gesicherte Auswertung der notwendigen Schüler*innentests zustande zu bringen. In Sorge um die Gesundheit der Kollegenschaft, aber auch im Interesse aller Schulpartner,  fordere ich die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung dringendst auf, hier endlich für funktionierende Abläufe zu sorgen. Unter diesen unprofessionellen  Rahmenbedingungen können und werden die Pädagog*innen nicht bereit sein, weiterhin ihren Dienst zu versehen.

 

Stefan mitKollegialenGren2

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